Impuls zum Tagesevangelium
Mittwoch der 7. Woche im Osterkreis (27.05.2020)

Evangelium (Joh 6, 52-59)

Sie sollen eins sein, wie wir eins sind
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete:
6aVater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.
11bHeiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir.
12Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.
13Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.
15Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
16Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
17Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.
18Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
19Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

Impuls

„Christ sein“ heißt für mich,…

Was würden Sie antworten, wenn Sie nach Ihrem Glauben gefragt würden?

„Christ sein“ bedeutet für mich, sich zu Jesus zu bekennen! Dem Wort Jesu zu folgen und es zu leben.
In der Umsetzung stoße ich unwillkürlich auf die zehn Gebote, die vorgeben, wie man als Christ leben muss.
Im Markusevangelium fragt ein Schriftgelehrter Jesus nach dem höchsten und wichtigsten Gebot aller Gebote und Jesus antwortet mit dem Doppelgebot der Liebe. Mit diesem Liebesgebot fasst Jesus alle zehn Gebote zusammen. Damit sind die Liebe zu Gott, die Liebe zu sich selbst und die Liebe zum Nächsten gleich wichtig.
Dieses Liebesgebot fordert mich ganz und gar heraus und lässt mich an meine Grenzen stoßen. Denn mit meinem Nächsten sind nicht allein meine Familie und meine Freunde und die Menschen gemeint, die mir nahe stehen und mit denen  ich mich gut verstehe. Mein Nächster ist demnach auch der, den ich nie verstanden habe und der mich nicht verstehen wollte. Auch der, der mich gerade noch auslacht, verhöhnt und verachtet; den, den ich hasse; derjenige, der mich mit Füßen tritt.
Alle Menschen ohne Ausnahme soll ich lieben; lieben, in dem ich für sie da bin, wenn sie mich und meine Hilfe brauchen.
Was für eine Hürde und was für eine Selbstüberwindung fordert das Gebot?
Und wenn ich an dem Liebesgebot scheiterte?
Jesus, der auf Petrus seine Kirche bauen will, versagt und enttäuscht Jesus mehrmals!
Petrus verleugnet ihn, er zweifelt an Jesus und seine Worte. Statt zu wachen und mit Jesus zu beten, schläft Petrus, wie alle andere Jünger ein. Und bei der Gefangennahme Jesu, schlägt er einem Soldaten das Ohr ab. Trotz allem Versagen baut Jesus auf Petrus und schenkt ihm sein Vertrauen, die Gemeinschaft der Jünger zu leiten.
Tut es nicht gut zu wissen, Jesus sagt bei allem meinem Versagen zu mir „JA“.

Jesus ruft mich, ihm zu folgen und mein „ Christ sein“ zu bekennen und zu leben.

Felicitas van Kimmenade, Gemeindereferentin in St. Matthias Schwalmtal

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