Impuls zum Tagesevangelium
6. Sonntag der Osterzeit (17.05.2020)

Evangelium (Joh 14, 15–21)

Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
15Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
16Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll,
17den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und  nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
18Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch.
19Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
20An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
21Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Impuls

In der Apostelgeschichte wird uns in Kapitel 8,5-17 – das ist die erste Lesung des heutigen Sonntags in der Gottesdienstordnung – davon berichtet, dass Philippus in der Hauptstadt von Samarien Jesus Christus verkündete. Die Menschen achteten auf das Gesagte, ja sie hörten zu. Sie waren offen und zugänglich für Neuigkeiten, der Botschaft von Jesus innerlich zugewandt. Aufgrund ihrer positiven Haltung und Aufgeschlossenheit konnten sie erkennen, was mit Jesu Hilfe möglich wird: Kranke wurden geheilt.

Hören und hinhören sind große Fähigkeiten des Menschen, damals wie heute. „Wer nicht hören will muss fühlen!“ Ein sicherlich bei vielen bekannter Ausspruch. Damit will gesagt werden, dass wir Menschen besser zuhören sollten, um Richtiges und Gutes wahrzunehmen.

Die Menschen in Samarien jedenfalls durften Großartiges erleben: Kranke erfuhren Heilung und alle waren voller Freude.

So dürfen auch wir Freude erfahren in Zeiten von Corona, weil wir hinhören und tun, was zu unserem und zum Schutze anderer angesagt ist, um die Ausbreitung des Virus zu reduzieren.

Hören wir weiterhin aufeinander und helfen so allen miteinander. Dann wird auch der Sommer für alle spürbar angenehmer und wir können miteinander Freude erleben und weitergeben.

Johannes Quadflieg, Pfarrer und Regionalvikar

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