Impuls zum Tagesevangelium
Fronleichnam (11.06.2020)

Evangelium (Joh 6, 51–58)

Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.
52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
55 Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Impuls

Liebe Leser und Leserinnen,
heute feiern wir das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, wie das Fronleichnamsfest offiziell bezeichnet wird.
So heißt es ja auch bei Johannes: “Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. … Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag“.
Der Kern des Fronleichnamsfestes bildet die Eucharistiefeier.
Das Wort Fronleichnam setzt sich zusammen aus dem mittelhochdeutschen fron (= Herr) und lichnam (= Leib). Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi entstand im Zuge eines Wandels der eucharistischen Frömmigkeit, wurde 1209 in  Lüttich als ein eigenes Fest zur Verehrung des im  eucharistischen Brot gegenwärtigen Herrn
eingeführt und später von Papst Urban IV auf die ganze Kirche ausgedehnt. Die Prozessionen wie wir sie kennen haben sich erst später entwickelt, sie und der eucharistische Segen sind nicht der Mittelpunkt.
Ich habe Menschen gefragt, was sie mit dem Fronleichnamsfest verbinden. Ein junger Mann, lange Messdiener und bis heute kirchlichehrenamtlich engagiert: „Langweilige Prozessionen und eine furchtbare Hitze unter dem  Messdienergewand.“
Andere betonten das „nette Pilgern“.
Mich persönlich beeindruckt die Gemeinschaft sowohl der Eucharistiefeier als auch der gemeinsamen Prozession, an der gerade in Born, Bracht, Brüggen und Lüttelbracht sehr viele Menschen teilnehmen. Und natürlich auch die Gemeinschaft des anschließenden geselligen Beisammenseins bei einem kleinen Imbiss. Unsere
Weggemeinschaft BBB hat sich vor einiger Zeit Leitlinien gegeben, die unser pastorales Handeln bestimmen. Eine heißt unter der Überschrift
Gemeinschaft: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ Unsere Gemeinschaft hat als Mitte unseren Herrn Jesus Christus.

Herzlich grüßt Sie
Ute Maria Spitzer
Gemeindereferentin
in der Weggemeinschaft Born, Bracht und Brüggen

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