Impuls 04.12.2020

Impuls zum 04.12.2020

Die heilige Barbara war um 300 nach Christus eine Kaufmannstochter aus Nikomedia, dem heutigen Izmet in der Türkei.
Vor jeder Reise sperrte der eifersüchtige Vater sie in einen
Turm. In ihrer Einsamkeit trat die Gefangene zu den damals verfolgten Christen über.
Als ihr Vater dies erfuhr, zeigte er sie bei der Obrigkeit an. In seinem Zorn lieferte der Vater Barbara nicht nur
Anklage und Folter aus sondern nahm die Hinrichtung der Sage nach gleich selbst in die Hand. Danach wurde er dann prompt vom Blitz erschlagen.
Und weshalb heißen die getäuschten Kirschblüten nun „Barbarazweige“?
Als Barbara in den Kerker gezerrt wurde, verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem
Kleid. Mit etwas Wasser aus ihrer Trinkschale habe die spätere Heilige ihn benetzt und
am Tage ihrer Hinrichtung öffneten sich die Blüten, so die Sage.

„Das Wunder funktioniert auch mit Apfel- oder Pflaumenzweigen ganz gut. In den drei
Wochen bis Weihnachten sammeln die Knospen exakt die Wärmesumme, die ihnen im
Frühjahr sonst den biologisch richtigen Start anzeigt.“ Generell geeignet sind zahlreiche
Frühblüher geeignet, darunter Gartengehölze wie Forsythie und Zierjohannisbeere sowie
die heimischen Haselnuss, Schlehe und Kornelkirsche. Wenn es bis zum Barbaratag
keinen Frost gegeben hat, sollen die Zweige eine Nacht im Froster verweilen, um den
Winter vorzutäuschen. Danach die Zweige anschneiden und in eine Vase mit lauwarmen
Wasser stellen. Das Wasser etwa jeden 3.ten Tag wechseln. Die Zweige nicht in
Heizungsnähe stellen, um ein Austrocknen der Zweige zu vermeiden. So sollte es
funktionieren.

Geh in den Garten am
Barbaratag.
Geh zum kahlen Kirschbaum
und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt,
der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen
Da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest,
wie der Frühling so schön.
Baum, einen Zweig gib du mir von dir,
ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
Und er wird blühen in schöner Pracht,
mitten im Winter in der hl. Nacht.
„Josef Guggemmos“

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