Impuls 03.12.2020

Impuls zum 03.12.2020

In der „Mit neuen Augen sehen“ – Agapefeier war das Licht unser Thema.

Wir sind Spuren aus Licht in unserem Leben und in unserem Glauben gefolgt. Auch jetzt im Advent spielt das Licht eine besondere Rolle: wir machen es uns bei Kerzenschein gemütlich, wir erfreuen uns an der adventlichen Beleuchtung an Häusern und in den Straßen und wir spüren, dass eine sehr besondere Stimmung aufkommt. Und die brauchen wir in diesem Jahr vielleicht sogar etwas mehr als sonst.

Die Lichtspuren, die die Besucher*innen der MnAs-Feier für uns notiert haben, zeigen, dass das, was Licht in unsere Leben bringt, bei uns allen gleich ist: es sind andere Menschen. So unterschiedlich, wie die Formulierungen waren, so hatten sie doch diese Aussage gemeinsam!

In der Familie, im Freundeskreis oder im Beruf oder der Schule waren es anderen Menschen, die Licht in unser Leben gebracht haben oder immer wieder bringen. Und wir dürfen annehmen, dass wir auch einen solchen Lichtpunkt für andere darstellen. Und darin liegt für mich eine der wichtigen Botschaften der Advents- und Weihnachtszeit: indem wir uns anderen zuwenden oder Zuwendung erfahren, erleben wir ein kleines Stück des Lichtes und der Hoffnung, die die Botschaft Gottes ausmacht und die mit Jesus am Weihnachtsfest in unsere Welt gekommen ist. „Ihr seid das Licht der Welt!“ – so ist es im Johannesevangelium überliefert, wir tragen also alles in uns, das wir brauchen, um Hoffnung zu haben oder Hoffnung zu sein.

Und unsere Lichtspuren haben gezeigt: wenn wir nicht aus eigener Kraft leuchten können, so haben wir viele Menschen, die uns „Licht auf dem Weg“ sind. Vielleicht können wir heute etwas von diesem Licht weitergeben oder wir finden vielleicht heute Abend wenigstens ein bisschen Ruhe, um beim Kerzenschein des Adventskranzes wieder neue Energie zu tanken.

Ruth Wilms (Schwalmtal)

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