Es gibt Hoffnung!

Es gibt Hoffnung. Frau Merkel hat an die Menschen appelliert füreinander da zu sein. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen, Pfarrer und Pfarrerinnen, sowie viele andere Menschen der unterschiedlichsten Berufsgruppen haben immer wieder dazu aufgerufen füreinander da zu sein. – Mit der nötigen Distanz.

Ich selber habe das innere Bedürfnis anderen zu zeigen, dass ich sie nicht vergessen habe und dass sie nicht alleine sind. Und ich habe das Gefühl, es klappt: Ich bekomme Whats-Apps von Menschen, mit denen ich im Alltag nur sporadisch Kontakt habe. Ich telefoniere mit Muttis, die ich sonst am Kindergarten treffen würde. Die Nachbarschaftshilfe funktioniert ebenso. Immer wieder hört man (selbstverständlich mit der nötigen Distanz) von Menschen, die anderen Menschen helfen. Junge Leute organisieren sich und richten Einkaufsdienste ein.

Es werden Briefe verschickt oder dem Nachbarn wird ein „kleiner Gruß“ in den Briefkasten geworfen.  Die Kinder malen Regenbögen und hängen sie ins Fenster.

Ein Zeichen für die anderen Kinder, die vorbeispazieren. Es heißt: Du bist nicht allein. Ich muss auch zuhause bleiben, statt mit meinen Freunden zu spielen. Es heißt aber auch: Gebt die Hoffnung nicht auf! Alles wird gut! Bald können wir wieder spielen. Wir haben heute eine Tasche mit Büchern und Spielen vor unserer Haustüre gefunden. Die Nachbarsjungen hatten aussortiert und meinen Kindern die Sachen zum Zeitvertreib überlassen. Dazu eine liebevoll bemalte Tüte. Ein Dankeschön, aber auch ein sehr schönes Zeichen. Ein Zeichen, dass wir hoffen dürfen.

Wir dürfen hoffen auf Hilfe. In der Not sind wir nicht alleine. Gottes Liebe wird wieder gelebt. Die Christen unserer Zeit sind mitten unter uns und sie leben die Nächstenliebe von der wir im Evangelium immer wieder lesen. Gott ist vor uns und zeigt uns den Weg. Gott ist neben uns und hält uns im Arm. Gott ist hinter uns und stärkt uns den Rücken.

Eva-Maria Thönes

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