Liebe gewinnt – Brings

Komm mach den Fernseher aus und rutsch ‘was näher zu mir der ganze Wahnsinn bleibt heut’ vor uns’rer Tür
Auch wenn es hoffnungslos scheint
Und die ganze Welt weint, du hältst zu mir und wir beten dafür dass ‘n Wunder passiert und wir endlich kapieren
Dass wir alle gleich sind und nur die Liebe gewinnt
Wir werden frei sein wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein mit all den Kriegen
Wir sind Brüder – Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind, Glaub mir
Die Liebe gewinnt
[…]
Lass sie alle reden die Hoffnung macht uns stark
All das Morden, all das Sterben
Doch es kommt der Tag an dem die Kriege aufhören
Das macht doch alles keinen Sinn weil wir alle Kinder
Der selben Mutter sind.
Dass ‘n Wunder passiert und wir endlich kapieren
Dass wir alle gleich sind und nur die Liebe gewinnt.
Wir werden frei sein wenn wir uns lieben […]

Die Rockband „Brings“ haben wir vor wenigen Wochen alle rauf und runter gehört. Mit ihren Liedern, die besonders zur 5. Jahreszeit gespielt werden, ist die Band berühmt geworden.
Längst sind sie dem Karneval entwachsen und machen Musik, die auch außerhalb der Session zählt.

Das Lied aus dem Jahr 2017 richtet sich ursprünglich gegen Fremdenhass und Rassismus. Ein Thema, dass in diesen Tagen zweitrangig wird. Es geht nur noch um Eins: Den Virus, dessen Namen ich hier nicht wieder nennen möchte. (Da fällt mir Harry Potter ein: „Der, dessen Namen nicht genannt werden darf.“)

„Komm mach den Fernseher aus und rutsch’ was näher zu mir der ganze Wahnsinn bleibt heut’ vor uns’rer Tür“
Wer kennt nicht das Gefühl, endlich den Fernseher auszuschalten und den Wahnsinn vor der Türe zu lassen. Die ständigen neuen Warnungen, Erkenntnisse, Erlässe, Verbote, Regelungen…und dazu die Ungewissheit, was uns das Ganze bringt. Wie lange der Wahnsinn anhält. Dennoch dürfen wir die Gefahr nicht leugnen. Brings bezieht sich auf Kriegssituationen. Wir sind im Kampf. Der Feind ist der Virus. Wir sind gerüstet, aber wir müssen zusammenhalten. Nur gemeinsam können wir diesen Kampf gewinnen.
Das mit dem „rutsch was näher zu mir“ sollten wir vielleicht nicht wörtlich nehmen.

Aber auch in unserer aktuellen Situation geht es um Nächstenliebe und darum, dass wir zusammen gehören. Es ist egal wer wir sind oder woher wir kommen. Wichtig ist, dass wir jetzt zusammenhalten. Wichtig ist, dass keiner sich verlassen fühlt und einsam, auch wenn man vielleicht alleine zuhause sitzt.

Es gibt viele Möglichkeiten Zeichen zu setzten. Ein Anruf, ein Brief, eine Whatsapp, eine Mail. Aber keinen gemeinsamen Kaffee, kein Treffen im Eiscafe oder der Kneipe um die Ecke, am Grillstand auf der Straße.
„Und die ganze Welt weint, du hältst zu mir und wir beten dafür dass ‘n Wunder passiert und wir endlich kapieren dass wir alle gleich sind und nur die Liebe gewinnt“

Dieses Schicksal trifft nicht nur uns. Die Regierung hat eine Reisewarnung für die ganze Welt rausgegeben. Wir sind nicht allein im Kampf gegen den Virus. Aber wir dürfen die Anderen auch nicht alleinlassen. Lasst uns nicht aufhören an Wunder zu glauben und zu beten. Lasst uns für alle die beten, die alleine sind, die zur Risikogruppe gehören, die forschen und Kranke pflegen. Lasst uns Teil des Wunders sein, in dem wir gemeinsam daran arbeiten und aus Nächstenliebe zuhause bleiben.

„Wir werden frei sein wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein mit all den Kriegen
Wir sind Brüder – Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind, Glaub mir
Die Liebe gewinnt“

Wir werden wieder frei sein, wenn wir aus Nächstenliebe handeln. Wenn wir uns lieben und unsere Mitmenschen. Der Kampf wird ein Ende haben, wenn wir, egal wo wir sind, gemeinsam zusammenhalten und im Geiste zusammenstehen.

ICH GEBEN DIE HOFFNUNG NICHT AUF!

Ich glaube an ein Wunder und an das Ende dieses Kampfes. Wir werden nicht alle unbeschadet daraus hervor gehen und das Leben wird hinterher nicht mehr dasselbe sein.
Scheinbar unwichtige Dinge, Selbstverständliches, wird auf einmal wieder wertgeschätzt.
Man wird bescheidener und dankbar für die kleinen Dinge des Lebens.

„Das macht doch keinen Sinn, weil wir alle Kinder der selben Mutter sind“ – Keiner kann sich schützen. Jeden kann der Virus erwischen, dadurch gefährden wir andere. Wollen wir wirklich für das Leid und das Sterben anderer verantwortlich sein?

Noch einmal mein Aufruf:
Lasst uns versuchen Teil des Wunders zu sein, in dem der Kampf gegen den Virus gewonnen wird. Jeder kann seinen Beitrag leisten durch viele Möglichkeiten außerhalb des „face-to-face“-Kontaktes. Halten wir zusammen, ziehen wir an einem Strang.

Die Liebe gewinnt!

Eva-Maria Thönes

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