Impuls zum Tagesevangelium
Montag der 3. Woche im Osterkreis (27.04.2020)

Evangelium (Mk 16, 9-15)

Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit
22sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren.
23Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
24Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
25Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
26Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
27Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
28Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
29Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Impuls

Die Menschenmenge fand Jesus am anderen Ufer des Sees und fragte ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, Amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht um die Speise, die verdirbt, sondern um die Speise, die bleibt für das ewige Leben und die euch der Menschensohn geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel bestätigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Ihr tut das Werk Gottes, wenn ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Die Menschen suchen Jesus, sie haben ihn erlebt und er hat ihnen Brot zu essen gegeben, das sie nicht mehr loslässt. Sie suchen Jesus und er spürt was sie brauchen. Nicht einfach Brot zur Stillung des momentanen Hungers. Die Menschen wollen mehr von Jesus, sie möchten eine Speise, die den ganzen Menschen satt macht und erfüllt.

Die Menschen wollen daraufhin nur wissen: „Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?“ Sie erkennen schnell Gottes Hinweis: Es geht nicht allein um das Brot der Eucharistie in der Hl. Messe, es geht mindestens genauso, wenn nicht noch mehr, um das Vollbringen der Werke Gottes. Und das Umsetzen dieser Werke beginnt damit, dass wir an Gott glauben, seine Botschaft hören, annehmen und danach handeln.

Jesus ermutigt uns, bei aller Sehnsucht nach Leben – besonders auch jetzt in der Pandemie von Covid-19 – dem Leben zu dienen. Also Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft zu praktizieren und damit seine Botschaft der Liebe – auch auf Distanz – tatkräftig zu bezeugen.

Ziehen wir uns also nicht in unser ´Schneckenhaus` zurück, sondern sind wir Christinnen und Christen, die zur Hilfe in schweren Zeiten und unter schwierigen Zeichen bereit sind.

Johannes Quadflieg, Pfarrer St. Benedikt Grefrath und Regionalvikar der Region Krefeld-Kempen-Viersen

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