Impuls 25.12.2020

Impuls zum 25.12.2020

Evangelium (Lk 14,25-33)

15 Als die Engel von den Hirten in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat!
16 So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
17 Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18 Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.
19 Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.
20 Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Impuls

Wie alltäglich und doch lebensverändernd ist das Ereignis, das uns an Weihnachten erzählt wird. Die Geburt eines Kindes, des ersten noch dazu. Etwas völlig Neues für die Patchwork Familie. Allein die Geburt schon ist eine Herausforderung und dann noch die Hirten, die kommen und neugierig sind. Sie bringen Erwartungen mit an das Neugeborene. Maria und Josef haben ihre eigenen Gedanken, Erwartungen und Hoffnungen und dann eben noch die fremden Hirten. Ganz zu schweigen von den Sterndeutern aus dem Morgenland, die noch kommen werden. Von denen aber jetzt hier noch niemand weiß.
Was muss das für Maria und für die kleine Familie insgesamt für ein Stress und Druck gewesen sein. Es ist schwer vorzustellen.
Das Gefühl von Stress und Druck kennen wir auch. Wenn es um Familie geht, ist es nicht anders als bei Maria und Josef und dem Neugeborenen. Besonders an Weihnachten merken wir das jedes Jahr aufs Neue. In diesem Jahr ganz anders, weil Besuche nur unter ganz bestimmen Regelungen gehen. Weil alles anders ist als sonst an Weihnachten. Geliebte und innig gepflegte Familientraditionen können nicht so sein wie sonst.
Ist das nicht vielmehr der Geist von Weihnachten? Gott wird Mensch und stellt damit alles auf den Kopf, auch und gerade bei allem Stress und allem Druck. Er durchkreuzt immer wieder die Pläne der Menschen, um sein Wirken und seinen Plan für uns zu zeigen.
Da kann es helfen auf die Gelassenheit von Maria zu schauen, die alles im Herzen bewahrt und darüber nachdenkt. Eine Lösung muss und kann nicht direkt da sein. Vielleicht braucht es auch manchmal mehr Zeit, als wir uns zugestehen und gönnen. Ruhe und Stille helfen uns das Leben besser zu verstehen und zu erkennen was wirklich wichtig ist und was heute an der Reihe ist. Das gilt immer wieder dann in unserem Leben, wenn Unerwartetes
und Neues in unser Leben eintritt, wie in diesem Jahr an Weihnachten und immer an diesem Fest.
Bewahren wir das alles wie Maria in unseren Herzen und erwägen es dort.

Vater unser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gebet
Gott, du offenbarst dich als Mensch, um uns deine Nähe zu zeigen. In diesen unruhigen und manchmal auch beängstigen Zeiten bist du an unserer Seite. Lass uns deine Nähe erfahren und schenke uns die Gelassenheit der Mutter deines Sohnes.
Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und wirkt in Zeit und Ewigkeit. Amen.

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