Impuls zum Tagesevangelium
Dienstag der 2. Woche im Osterkreis (21.04.2020)

Evangelium (Joh 3, 7-15)
Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus:
7Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.
8Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.
9Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen?
10Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?
11Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
12Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche?
13Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
14Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
15damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.


Impuls

Liebe Mitchristen!
In der Lesung des heutigen Tages aus der Apostelgeschichte (Apg 4, 32-37) hören wir von den ersten Christen, dass sie „ein Herz und eine Seele“ waren. Keiner besaß etwas für sich alleine, sie hatten alles gemeinsam.
Das ist eine wunderbare Einstellung, heute kaum vorstellbar, aber dennoch praktiziert, etwa in den Klöstern. Das sich frei machen von irdischem Besitz kann auch reich machen an innerem Frieden, kann Raum geben für andere Gedanken und andere Dinge, für einen anderen Umgang mit Gott und mit dem Nächsten.
Wichtig sind nicht der Besitz und das Streben nach Reichtum, das spüren wir sicher besonders in diesen Tagen der Pandemie, sondern die Freiheit und der Frieden im Umgang miteinander. Wenn wir das bedenken und nicht am Geld kleben, dann sind wir auch bereit als Christen, ja als Menschheit insgesamt die Güter dieser Erde zu teilen und „ein Herz und eine Seele“ zu werden, ganz besonders in Zeiten des Corona-Virus.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen eine gesegnete Osterzeit – und bleibt gesund!

Franz-Josef Cohnen, Diakon in St. Matthias Schwalmtal

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