Impuls 18.12.2020

Impuls zum 18.12.2020

Liebe Leser und liebe Leserinnen

„Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.“

Wie der alttestamentliche Josef, der wie sein Namensvetter von Jakob abstammt, träumt Josef. Das Motiv des Träumens kommt immer wieder vor und ist in allen Kulturen ein fest verankertes Bild für die erlebte Nähe des Göttlichen und seiner Führung.
Der Traum als ein Ort der Gotteserfahrung.
Vielleicht kann ja das Vorbild des hl. Josef uns ermutigen, dass auch wir in unserem Leben auf Spurensuche gehen nach unseren Wurzeln, unseren Träumen, unserer Liebe.

Josef ist gerecht. Und er gibt ein beeindruckendes Beispiel der Übernahme von Verantwortung! Und damit eine Antwort auf den Ruf Gottes. Die noch unverheiratete junge Maria ist schwanger. Aber nicht von ihm. Josef will seine Verlobte nicht bloßstellen und auch nicht verstoßen. Er nimmt die Frau, die er liebt und ihr Kind zu sich, bleibt bei ihnen und ist dem Kind durch die Namensgebung Vater. Er zieht Jesus wie seinen eigenen Sohn auf. (Ziehvater). Es braucht ja die konkrete Verantwortungsübernahme hier auf Erden.

„Der Freie nimmt die herrenlos wartende Verantwortung für sich in Anspruch und steht dann allerdings unter ihrem Anspruch.“
(Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung)

Ute Maria Spitzer – Gemeindereferentin in der Weggemeinschaft Born, Bracht und Brüggen

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