Impuls 16.12.2020

Impuls zum 16.12.2020

(Jesus, der Heiland der Menschen)

Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?

Auf wen warten wir an Weihnachten?

GL 746, 1-3

1. In das Warten dieser Welt fällt ein strahlend helles Licht. Weit entfernt von dem Gedränge klingt die Stimme, die da spricht: Sehet auf, der Retter kommt. Wachet auf und seid bereit, denn der Herr erlöst sein Volk wunderbar zu seiner Zeit, denn der Herr erlöst sein Volk wunderbar zu seiner Zeit. Denn der Herr erlöst sein Volk wunderbar zu seiner Zeit.

2. In die Trauer greift Gott ein, er ist nahe, dem der weint. Dass auch in der tiefsten Not uns das Licht der Hoffnung scheint. Sehet auf, der Retter kommt….

3. Neues Leben zieht dort ein, wo die Herzen müde sind. Gottes Geist weht durch das Land wie ein frischer Morgenwind. Sehet auf, der Retter kommt….

Evangelium (Mt6)
Berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
In jener Zeit
18brief Johannes der Täufer zwei von seinen Jüngern zu sich,
19schickte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?
20Als die beiden Männer zu Jesus kamen, sagten sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir geschickt und lässt dich fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?
21Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.
22Er antwortete den beiden: Geht und berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, und Aussätzige werden rein; Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet.
23Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.

Worauf wartet der scheinbar so aufgeklärte Mensch des 21. Jahrhunderts?
Wartet er überhaupt noch auf etwas?

Oder haben wir das Warten verlernt? Alles muss sofort verfügbar sein. Es braucht keine Überraschungen mehr, es braucht keinen Retter mehr: Wir retten uns selbst. Wir haben alles selbst in der Hand.

Wozu brauche ich Gott noch in meinem Leben? Es scheint viele heute zu stören, dass da Jahr für Jahr das Fest der Menschwerdung Gottes auf dem Kalender steht.

Für manche ist dies heute nur noch ein Fest, das ein wenig Anheimelndes bietet, aber mehr anscheinend wohl auch nicht.

Doch die Botschaft, die wir in den adventlichen Tagen immer wieder hören, belehrt uns eines anderen: Gott macht sich auch heute in dieser so wirren Zeit auf den Weg.

Die Perikope des Lukasevangeliums am heutigen Tag (Lk 7,18b-23) zeigt uns Jesus als Heiland der Menschen, der Blinden die Augen öffnet, Lahmen wieder das Gehen ermöglicht, Aussätzige werden von ihrem Leiden heilt, Taube das Gehör wieder schenkt, ja Tote auferweckt und den Armen die frohe Botschaft verkündet: „Freut euch, Gott lässt euch nicht im Stich. Er sieht eure Not. Gott, kommt zu euch in seinem Sohn!“

Ich lade Sie recht herzlich ein, diese Botschaft in Ihren Herzen Fleisch und Blut werden zu lassen: Durch unser beherztes Handeln im Alltag des Lebens wird auch Gott in unserer Welt lebendig, und Wunder können geschehen, ja, auch heute noch geschehen. Welch eine staunenswerte Botschaft in unserer Zeit.

Ich wünsche Ihnen in der Zeit des Wartens auf unseren Retter Geduld für sein Kommen, damit Gott unsere dunkle Welt erhellen kann, durch sein Licht der Menschwerdung und durch uns, die wir zu ihm gehören und ihm nachfolgen sollen.

Advent: Zeit und Chance für uns, als Botinnen und Boten Jesu sein Kommen in unsere Welt Wirklichkeit werden zu lassen.

Vater unser

Guter Gott, komm zu uns Menschen. Lass uns spüren, dass du der wahre Retter für unser Leben bist. Lass uns dich mit frohem Herzen aufnehmen, damit Weihnachten werden kann. Amen.

Günter Puts, Pfr.

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