Impuls zum Tagesevangelium
Samstag der 5. Woche im Osterkreis (16.05.2020)

Evangelium (Joh 15, 18-21)

Ihr stammt nicht von der Welt, sondern ich habe euch aus der Welt erwählt
+Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
18Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
19Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
20Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.
21Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Impuls

Liebe Mitchristen!
Im Evangelium des heutigen Tages (Joh 15, 18-21) ist die Rede vom Hass dieser Welt und der Verfolgung, der die Jünger ausgesetzt sind. Das geschieht, weil die Menschen den nicht kennen, der Jesus gesandt hat.

Kennen wir den, der Jesus gesandt hat? Gott, der gute Vater, ist jedenfalls nicht der strafende Gott, der alles säuberlich in das große Buch eingetragen hat, was in unserem Leben schiefgelaufen ist. Nein, er ist der liebende Gott, der immer wieder verzeiht, der uns immer wieder die Hand zur Versöhnung reicht. Nur: Ergreifen müssen wir diese Hand schon selbst, Gott zwingt uns zu nichts.

Und das ist auch die Botschaft Jesu, die Botschaft von der Liebe des Vaters, die wir leben sollen und mit der wir unseren Mitmenschen begegnen sollen. So tragen wir mit dazu bei, dass die Welt ein wenig heller wird, auch in Zeiten von Corona.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen eine gesegnete Zeit – und bleibt gesund!

Franz-Josef Cohnen, Diakon in St. Matthias Schwalmtal

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