Impuls zum Tagesevangelium
Dienstag der 5. Woche im Osterkreis (12.05.2020)

Evangelium (Joh 14, 27-31a)

Meinen Frieden gebe ich euch
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
27Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.
28Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.
29Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.
30Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht,
31aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat.

Impuls

Nachdenkliches zum Thema „Fürbitten im Gebet und in der Liturgie“.

Manchmal kommt es mir so vor, als kippen wir Gott unsere Unterlassungen als Bitten vor seine Haustür bzw. seinen Altar.

Negatives Beispiel: Tischgebet;

„Lieber Gott ich danke dir, dass du gabst zu essen mir. Mache auch den Armen satt, der vielleicht noch Hunger hat.“Amen.

Positives Beispiel: Segensbitte;

„Herr, segne unsere Hände, dass sie behutsam seien, dass sie halten können, ohne Fessel zu werden, dass sie geben können, ohne Berechnung, dass ihnen innewohne die Kraft, zu trösten und zu segnen.

Herr segne unsere Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen, dass sie das Unscheinbare nicht übersehen, dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,  dass andere sich wohlfühlen können unter unserem Blick.

Herr segne unsere Ohren, dass sie Deine Stimme zu erhorchen vermögen, dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not, dass sie verschlossen seien für den Lärm und das Geschwätz, dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr segne unserem Mund, dass er Dich bezeuge, dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt  und zerstört, dass er heilende Worte spreche, dass er Anvertrautes bewahre.

Herr segne unser Herz, dass es Wohnstatt sei Deinem Geist, dass es Wärme schenken und bergen kann, dass es reich sei an Verzeigung, dass es Leid und Freude teilen kann.

Lass uns Dir verfügbar sein, unser Gott, mit allem, was wir haben und sind.“ Amen.*
Vielleicht werden die Segenbitten auch Ihr Gebet.

Ihr / Euer Karl Aymanns, Diakon in St. Matthias Schwalmtal

*Aus  Exerzitien im Alltag. Generalvikariat Aachen. Schwester C. Winkler, SA

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