Impuls zum Tagesevangelium
Freitag der 4. Woche im Osterkreis (08.05.2020)

Maria, Maienkönigin GL 837 (1. Strophe)
1) Maria, Maienkönigin! Dich will der Mai begrüßen. O segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen! Maria, wir empfehlen dir, was grünt und blüht auf Erden, lass uns in dieser Pracht und Zier das Werk des Schöpfers ehren.
2) Behüte uns mit treuem Fleiß, o Köni­gin der Frauen, die Herzensblüten lilienweiß auf grünen Maiesauen! Lass diese Blumen um und um in allen Herzen sprossen, und mache sie zum Heiligtum, drin sich der Mai erschlossen!
3) Behüte auch, Maria rein, du größte aller Frauen, das Gottesvolk, die Kinder dein, im Glauben und Vertrauen zu Jesus Christus, deinem Sohn, dem Retter und Befreier. Lobpreis durch ihn in Ewigkeit des Vaters Macht und Treue!
4) O öffne Himmelskönigin, im Lied uns Herz und Stimme, zu danken Gott im Heilgen Geist, dass wir sein Lob stets singen, der Christi Kirche ward gesandt in Sturm und Feuersflammen, zu führen sie mit starker Hand durch alle Zeiten! Amen.

Der Monat Mai schenkt uns wieder in prachtvoller Weise eine grünende und aufblühende Natur, die wir gerade in dieser Zeit der Entbehrungen und Beschränkungen intensiv genießen dürfen.
So lade ich Sie recht herzlich ein, in dieser aufblühenden Natur unser Denken und Beten an die Gottesmutter zu richten, die uns gerade in schweren Augenblicken des Lebens Trösterin und Mutmacherin sein möchte.

TAGESGEBET
Gott, unser Retter,
der Name der seligen Jungfrau Maria
ist für uns ein Zeichen der Hoffnung geworden.
Befreie uns auf ihre Fürsprache aus allen Gefahren
und vollende an uns das Werk der Erlösung.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Evangelium (Joh 14, 1-6)

Du hast bei Gott Gnade gefunden, Maria: du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
26In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
27zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
28Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
29Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
30Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
31Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
32Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
33Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
34Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
35Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
36Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
37Denn für Gott ist nichts unmöglich.
38Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Impuls

Liebe Mitchristen,
bei all den Fragen, die viele von uns in diesen Wochen beschäftigen, möchte ich mich mit Ihnen gedanklich auf den Weg nach Kevelaer machen, um dort unsere Anliegen vor die Gottesmutter zu tragen. Sie, als unsere Mutter, weiß, welche Sorgen und Nöte uns gerade plagen.
Auf unserem gedanklichen Weg – vielleicht heute einmal als Radpilger – können wir wunderbare Kleinode der göttlichen Natur entdecken: typisch niederrheinische Landschaften, die unser Herz erfreuen.
Sie laden uns dazu ein, die Seele einmal baumeln zu lassen und Kraft für unseren Lebensalltag zu sammeln.
Aber auch wunderschöne Wiesen, mit Blumen geschmückt, rühren unser Herz an, wenn wir uns auf den Weg einlassen, vielleicht wird uns gerade jetzt das  Grandiose ihrer Schönheit bewusst, das wir manchmal im hektischen Alltag leichtsinnig übersehen.
An diesen Oasen der Seele vorbei, machen wir uns auf den Weg weiter Richtung Kevelaer. Vielleicht gelingt es uns, unterwegs ein Marienlob zu sprechen, denn der Weg zur Trösterin der Betrübten ist auch auf dem Rad ein Weg, der Geduld und Ausdauer erfordert.
In der Entfernung ist so langsam der Turm der Basilika von Kevelaer zu erkennen, aber die Distanz dorthin scheint nicht geringer zu werden. Gerade die Fußpilgerinnen und Pilger kennen diese Erfahrung.
Es heißt daher: in dieser Stetigkeit „dran“ bleiben, Schritt für Schritt oder mit dem Rad Meter für Meter zurückzulegen. Im Gebet lädt Gott uns ein, näher zu ihm und zur Gottesmutter zu gelangen.
Vertrauen ist gefragt, ja es wird uns, je mehr wir unserem Ziel unseres Pilgerweges nähern, mehr und mehr geschenkt. Die Mühsal lohnt sich. Unser Leben, gerade jetzt mit unseren vielen Fragen, in die Hände der Gottesmutter zu legen.
Wie viele Menschen, wie viele Generationen haben sich bereits vor uns auf den Weg gemacht, um ihren Anliegen zur Gottesmutter zu tragen? Ich bin sicher, viele unserer Eltern und Großeltern sind diesen Pilgerweg gegangen.
Reihen wir uns in Gedanken in die Schar der Vertrauenden ein. Nehmen wir all unsere Unsicherheiten, Ängste und Sorgen mit. Eine Mutter, unsere Mutter versteht uns. Sie wird uns Trost schenken, wenn wir ihr vertrauen.
Und am Ziel angelangt überlassen wir uns der Gottesmutter in unserer Unsicherheit ganz und gar. – Vielleicht kehren wir gestärkt zurück, dorthin, wo von wo wir losgezogen sind, vorbei an den bunten Blumen in der Natur, vorbei an unserer so großartigen Landschaft am Niederrhein.
Und eine Stärkung, einen Trost, können wir gerade in diesen Tagen und Wochen gut gebrauchen.

G. Puts, Pfr.

FÜRBITTEN
Wir beten zu Gott, der die Jungfrau Maria mit seinen Gaben beschenkte:
Lass alle, die den Namen der Gottesmutter tragen, auf ihre Fürbitte deinen Schutz erfahren.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Steh uns gerade in diesen Tagen der Not, der vielen Fragen, bei und lass uns nicht mutlos werden.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Hilf den Verantwortlichen in unserer Gesellschaft dabei, die richtigen und klugen Entscheidungen für das weitere Zusammenleben.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Versöhne die Menschen miteinander, und schenke ihnen Frieden und Zufriedenheit.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Befreie auf die Fürbitte Marias die Sünder von ihrer Schuld und lass sie umkehren.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Gib, dass wir mit Maria dankbar die Größe deines Erbarmens und deiner Liebe preisen.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Barmherziger Gott, im Marienmonat Mai bitten wir dich um deine Gnade durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen. 

Vielleicht beten Sie in diesem Marienmonat einmal des Öftern den Engel des Herrn innerhalb Ihrer Familie.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing vom Heiligen Geist. (Vgl. Lk 1,28–35 EU)

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe nach deinem Wort. (Lk 1,38 EU)

Gegrüßet seist du, Maria …

Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt. (Joh 1,14 EU)

Gegrüßet seist du, Maria …

Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten!
Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.   Amen.

Segne Du Maria… GL 535
Segne Du Maria, segne mich Dein Kind.
Daß ich hier den Frieden, dort den Himmel find!
Segne all mein Denken, segne all mein Tun,
|: Laß in Deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn! : |
2. Segne Du Maria, alle die mir lieb,
Deinen Muttersegen ihnen täglich gib!
Deine Mutterhände breit auf alle aus,
|: Segne alle Herzen, segne jedes Haus! : |
3. Segne Du Maria, unsre letzte Stund!
Süße Trostesworte flüstre dann Dein Mund.
Deine Hand, die linde, drück das Aug uns zu,
|: Bleib im Tod und Leben unser Segen Du! : |

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