Impuls zum Tagesevangelium
Hl. Bonifatius (05.06.2020)

Evangelium (Joh 15, 14-16a.18-20)

Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jenen Tagen sprach Jesus zu seinen Jüngern:
14Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
15Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.
16aNicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.
18Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
19Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
20Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.



Impuls

Liebe Mitchristen,

Heute ist das Fest des heiligen Bonifatius, des „Apostels der Deutschen“. Eigentlich hieß er ja Winfried, aber der ihm durch den Papst gegebene neue Name war zugleich eine Sendung, denn übersetzt heißt Bonifatius „der gutes Schicksal Bringende“.

Und so einen Bringer guten Schicksals, können wir den nicht gerade heute besonders gut gebrauchen? Vieles ist betrüblich, wir sind vielleicht niedergeschlagen, wir sehnen uns nach mehr Freiheiten, nach Gemeinschaft und müssen dennoch immer vorsichtig sein im Umgang mit unseren Mitmenschen.

Dieses „gute Schicksal“, von wem erwarten wir das? Bringen es uns die Politiker? Können wir es uns verdienen? Ich glaube, das ist alles zu kurz gedacht. Das „gute Schicksal“ dürfen wir allein von Gott erwarten. Bitten wir ihn um die Gnade, uns „gutes Schicksal“ zuteilwerden zu lassen, – wer es uns denn auch immer überbringt. Die Heiligen, unsere Namens- und Kirchenpatrone und auch der heilige Bonifatius können uns da Weg und Richtung zeigen, aus der wir „gutes Schicksal“ erwarten dürfen – gehen wir ihm getrost entgegen!

Das wünscht Ihnen und Euch allen

Diakon Franz-Josef Cohnen aus Schwalmtal

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