Impuls 05.01.2021

Impuls zum 05.01.2021

Glanz verströmen, Licht ausstrahlen,
die Welt verbessern

Angekommen im neuen Jahr, einen Tag vor dem Fest der Heiligen Drei Könige, lohnt es sich, über Glanz und Herrlichkeit nachzudenken; darüber dass jeder von uns Glanz, Stärken, Begabungen hat. Wie oft zeigen wir dies nicht, vielleicht aus Angst oder Bescheidenheit. Aber was würde passieren, wenn jeder seine Stärken und Begabungen offen zeigen und nutzen würde, wenn jeder das täte, was er gut kann? Ein Text von Marianne Williamson macht uns vielleicht Mut, im neuen Jahr unser Licht in die Welt zu tragen:

„Unsere tiefste Angst ist nicht die vor unserer Unzulänglichkeit.
Unsere tiefste Angst ist die Angst vor unserer unermesslichen Kraft.
Es ist das Licht in uns, nicht die Dunkelheit,
die uns am meisten ängstigt.
Wir fragen uns: Wer bin ich, dass ich von mir sage,
ich bin brillant, ich bin begabt und einzigartig.
Ja, im Grunde genommen: Warum solltest du das nicht sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, hilft das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du glaubst,
zusammenschrumpfen zu müssen,
damit sich die Leute um dich herum weniger unsicher fühlen.
Wir sind geboren, um den Glanz Gottes zu offenbaren, der in uns ist.
Gottes Glanz ist nicht nur in wenigen von uns,
Gottes Glanz ist in jedem Menschen.
Wenn wir unser eigenes Licht scheinen lassen,
geben wir anderen ebenfalls die Erlaubnis, ihr Licht scheinen zu lassen.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreien,
befreien wir mit unserer Gegenwart auch andere.“

Marianne Williamson (Der obige Text wurde durch Nelson Mandela bekannt, der ihn bei seiner Antrittsrede 1994 zitierte.)

Genau diesen Auftrag gab uns Jesus auch in der Bergpredigt: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Mt. 5,14-16).

Dieser Textabschnitt ist zu einer Redensart geworden, die aussagt, dass man anderen zeigen soll, was man kann und weiß, dass man nicht zu bescheiden sein soll. Jesus wollte mit diesem Satz seine Zuhörer auffordern, seine Botschaft weiterzugeben.

Wer diese Gedanken zum Abschluss nochmal musikalisch in einer ansatzweise kabarettistischen Art hören möchte, dem sei folgender Link empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=rRy_Fhr6j2Y

Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr und den Mut, sein Licht leuchten zu lassen, damit alle es sehen.

Herzliche Grüße

Monika Sartingen, Schulseelsorgerin, Gemeindereferentin

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