Impuls zum Tagesevangelium
Donnerstag der 9. Woche im Jahreskreis (04.06.2020)

Evangelium (Mk 12, 28b-34)

Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
In jener Zeit
28bging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
29Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
30Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
32Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
33und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
34Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.





Impuls

Das Größte ist die Liebe

Auf die Frage, was das wichtigste Gebot sei, antwortet Jesus: „Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ (Mk 12, 29b-31)

Im Tagesevangelium hören wir, dass die Liebe das Größte ist. Aber nicht nur Gott, sondern die Mitmenschen und auch mich selbst soll ich lieben. Oft vergessen wir vor lauter Nächstenliebe, uns selbst zu mögen, uns selbst Gutes zu tun, auch auf uns zu achten. Das ist aber genauso wichtig. Liebe ist allumfassend.

Hermann Hesse hat dies so ausgedrückt:

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“

Rainer Maria Rilke weitet unseren Blick noch auf einen anderen Aspekt:

„Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe.“

Fangen wir heute damit an!

Herzliche Grüße
Monika Sartingen-Ludwigs, Schulseelsorgerin

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