Impuls zum Tagesevangelium
Montag der 4. Woche im Osterkreis (04.05.2020)

Evangelium (Joh 10, 11-18)

Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus:
11Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
12Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht,
13weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
14Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,
15wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
16Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
17Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen.
18Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe die Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Impuls

Liebe Mitchristen,
Jesus, der gute Hirte!

Ein guter Hirte geht den Schafen voran, er hält sie zusammen, führt sie auf gute Weiden und sorgt für sie. Kein Beherrschen, kein Anzeichen davon, der Stärkere zu sein.

Das ist auch das Idealbild des Seelsorgers, des „Pastors“ (= Hirte), der seiner Gemeinde vorangeht, sie behutsam leitet und sie umsorgt.

Aber ist das nicht auch die Forderung an uns alle unseren Mitmenschen gegenüber? Sicher haben wir alle eine gewisse Hirtensorge für unseren Nächsten wahrzunehmen, gerade jetzt in Zeiten von Corona! Das kann in Zuwendung geschehen, aber auch in Verzicht.

Und denken wir immer daran, wir sind nicht allein:

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen… und muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir… (Psalm 23).

Jesus spricht: „Ich bin der gute Hirt.“

Franz-Josef Cohnen, Diakon in Schwalmtal

Nach oben