Impuls 02.12.2020

Impuls zum 02.12.2020

Wir stehen am Beginn der Adventszeit: Beginn des Wartens, Beginn der Sehnsucht, Beginn der Hoffnung. Gott möchte in unserer Welt ankommen, zu uns kommen, er möchte in unserer Welt vorkommen, er möchte in unsere Herzen hineinkommen. Kommen, Ankommen, unsere Sehnsucht erfüllen.

Komm, o Gott, komm zu uns Menschen!

GL 744,1+2
O komm, o komm, Emmanuel, nach dir sehnt sich dein Israel! In Sünd und Elend weinen wir und flehn, und flehn hinauf zu dir. Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt Emmanuel!

O komm, du wahres Licht der Welt, das unsre Finsternis erhellt! Geh auf, o Sonn, mit deiner Pracht, vertreib den Nebel und die Nacht. Freu dich, freu dich, o Israel, bald kommt, bald kommt Emmanuel!

Evangelium (Mt 15, 29 – 37)

Ich habe Mitleid mit diesen Menschen
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

29Jesus zog weiter und kam an den See von Galiläa. Er stieg auf einen Berg und setzte sich.
30Da kamen viele Menschen und brachten Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andere Kranke zu ihm; sie legten sie vor ihn hin, und er heilte sie.
31Als die Menschen sahen, dass Stumme plötzlich redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gehen und Blinde sehen konnten, waren sie erstaunt und priesen den Gott Israels.
32Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie unterwegs zusammen.
33Da sagten die Jünger zu ihm: Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen?
34Jesus sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben, und noch ein paar Fische.
35Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen.
36Und er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Leute.
37Und alle aßen und wurden satt. Dann sammelte man die übrig gebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll.

Das Evangelium am 2. Dezember schenkt uns die Perikope von der wunderbaren Brotvermehrung. Viele Menschen, Außenseiter in der damaligen Gesellschaft, werden von Jesus geheilt: Und er äußert sich seinen Jüngern gegenüber, dass er Mitleid mit diesen Menschen hat. – Jesus leidet   m i t   den Menschen und macht ihr Leben wieder hell.

Jesus spürt auch den Hunger der Menschen und möchte sie nicht hungrig fortschicken.

So lässt er durch die Jünger das verteilen, was sie lediglich vor Ort zur Verfügung haben: sieben Brote und einige Fische. – Und…   a l l e   werden satt. Es bleibt sogar noch übrig, wenn alle miteinander teilen und abgeben.

Dies ist eine Lehrstunde auch für uns: Jeder/jede gibt das, was vorhanden ist, und alle werden gesättigt. Niemand braucht Not zu leiden.

So bringt Jesus Licht in das Dunkel dieser Welt. So stillt er in unserer Welt den Hunger nach Liebe, Geborgenheit und Annahme.

So kann Gott in unsere Welt hineinkommen: Durch uns. Welch ein wunderbares Geschenkt.

Advent: Zeit und Chance für uns, Jesu Botschaft und Tatkraft in die Welt hineinzuschenken.

Vater unser

Guter Gott, schenke uns ein offenes Herz für dein Kommen in unsere Welt hinein. Schenke uns wache Augen für die Not der Menschen dieser Erde. Schenke uns eine offene Hand, die die Not lindert, wo wir mit anderen teilen. Amen.

Günter Puts, Pfr.

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