Hausgottesdienst

Vorschlag für eine Feier am Heiligen Abend
für draußen oder drinnen

Lied: O du fröhliche
1. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weih­nachtszeit. Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!
2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weih­nachtszeit. Christ ist erschienen, uns zu versöhnen. Freue, freue dich, o Christenheit.
3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weih­nachtszeit. Himmlische Heere jauchzen dir Ehre. Freue, freue dich, o Christenheit.

Kreuzzeichen und liturgische Begrüßung:

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Herzlich willkommen an diesem Heiligen Abend. Wie „alle Jahre wieder…”. Und doch in diesem Jahr ganz anders: Normalerweise erinnern uns dicht besetzte Kirchen — Schulter an Schulter —, an den Weihnachtsabend vor mehr als 2000 Jahre, an dem „kein Platz in der Herberge” war. In diesem Jahr ist das ganz anders. Wir sind aber mindestens genauso nah „dran”: „Weihnachten to go” — so könnten wir sagen. Weihnachten auf dem Weg. Auf der Suche nach einem Ort. Und mit einem Ort: zum Feiern, Glauben, Leben. Wie damals: wir alle haben uns in Bewegung setzen müssen, um hierher zu kommen. Wie vor rund 2.000 Jahren: Ein Mann und seine hochschwangere Frau sind in Bewegung, auf der Suche; gehen nach Betlehem. Langsam und beschwerlich stelle ich mir das vor. Dann hören wir von Hirten, die laufen — und schließlich marschieren im Himmel ganze Engelschöre auf und bewegen die Herzen mit ihrem Gesang. Heute Abend lassen wir uns mitbewegen. Wir la-den Sie ein, nach Kräften mitzubeten und mitzusingen!

Gebet:
Lasst uns beten: Guter Gott, es wird Weihnachten. Du kommst zu uns. In unsere Unruhe. In unsere Unsicherheit. Du kommst auf unsere Wege. Wir bitten dich: Schenke uns mit dir deine Ruhe und deinen Frieden, damit wir froh und gelassen leben können durch Jesus Christus, deinen Sohn, für uns geboren in Bethlehem, der Herr ist in alle Ewigkeit. Amen.

Evangelium Lukas 2,1-20
Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Ge-schlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurück-gekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Bethlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Lied „Ihr Kinderlein kommet”
1. Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all’! Zur Krippe her kommet in Betlehems Stall und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht.
2. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh; Maria und Josef betrachten es froh; die redlichen Hirten knie’n betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.
3. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet die Hände und danket wie sie! Stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun, stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!

Fürbitten
Gott wird in Jesus Mensch. Was für ein Segen! Als kleines Kind wird er geboren, um unser Leben zu teilen, unsere Freude und unsere Not. Wir bitten ihn: 

  • Kehr mit deinem Segen ein in unsere Häuser und Wohnungen. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!
  • Kehr mit deiner Freude ein bei allen, die miteinander Weihnachten feiern und einander beschenken. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!
  • Kehr mit deiner Hoffnung ein bei allen, die sich Sorgen um die Zukunft machen. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!
  • Kehr mit deiner Liebe ein bei allen, die am Rand stehen und nicht beachtet werden. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!
  • Kehr mit deiner Nähe ein bei allen, die obdachlos oder auf der Flucht sind. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!
  • Kehr mit deiner Kraft ein bei allen, die um ihr Leben o-der um das Lebensnotwendige kämpfen. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!
  • Kehr mit deinem Trost ein bei allen, die heute allein sind oder um einen lieben Menschen trauern. Du Gott-mit-uns.
    A.: Wir bitten dich, erhöre uns!

Vater Unser

Zu Gott, der uns so nahegekommen ist und uns jetzt nahe sein möchte, beten wir mit den Worten, die uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser…

Segensbitte

Gott segne uns im Licht von Bethlehem, das aufgestrahlt ist mit der Geburt Jesu im Stall, und erfülle unsere Herzen und Häuser mit seiner Freundlichkeit und Wärme.
Gott behüte uns im Licht von Bethlehem, dessen Klarheit die Hirten in der Nacht umgab, und stärke in uns das Vertrauen in seine Gegenwart.
Gott sei uns gnädig im Licht von Bethlehem, zu dem die Weisen unterwegs waren, und lasse uns ihn finden: den Retter der Welt.

So segne uns der dreieinige Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Schlusslied „Stille Nacht”
1. Stille Nacht! Heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht. Nur das traute hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar, Schlaf in himmlischer Ruh! Schlaf in himmlischer Ruh!
2. Stille Nacht! Heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht. Lieb aus deinem göttlichen Mund, Da uns schlägt die rettende Stund‘. Christ, in deiner Geburt! Christ, in deiner Geburt!
3. Stille Nacht! Heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht Durch der Engel Halleluja, Tönt es laut von ferne und nah: Christus, der Retter, ist da! Christus, der Retter ist da!

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